"Jede Liebe ist Liebe - Heinz Birken(Heinrich Eichen)
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Text - K13online Prozessbericht: Ersatzhandlungstäter verurteilt
Mündliche Urteilsverkündung: Landgericht Karlsruhe/Pforzheim verurteilt heterosexuellen Ersatzhandlungstäter wegen zweifachen schweren Kindesmissbrauch in Tateinheit mit Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe 21.08.2019

Mehr als die Hälfte der Sexualdelikte an Kindern wird nicht von Pädophilen/Pädosexuellen begangen, sondern von heterosexuellen Tätern: Auch dieser Sexualstraftäter hat ein Anrecht auf einen fairen Strafvollzug & Resozialisierung in die Gesellschaft

http://krumme13.org/news.php?s=read&id=3934 

K13online Prozessbericht vom letzten Verhandlungstag am Landgericht Karlsruhe in Pforzheim

Der Vorsitzende Richter Mertgen am Landgericht Karlsruhre in Pforzheim verkündet um 10 Uhr das mündliche Urteil: Der Angeklagte wird wegen zweifachen schweren sexuellen Kindermissbrauch in Tateinheit mit Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Haftbefehl vom 6. März 2019 wird wegen Fluchtgefahr aufrecht erhalten. Die Körperverletzung bezieht sich auf die Schläge des verurteilten Stiefvaters mit einem Gürtel auf das Gesäß seines Stiefsohnes.

In seiner knapp einstündigen Urteilsbegründung geht Richter Mertgen ausführlich auf die Sachverhalte ein und begründet das Urteil wie folgt: Die Patchworkfamilie war spätestens in den Jahren 2018/2019 zerrüttet. In der Ehe fanden zunehmend auch körperliche Gewalttaten des Verurteilten gegen seine Ehefrau und den Stiefsohn statt. Es gab ständig Auseinandersetzungen zwischen dem Stiefvater und Stiefsohn statt. Der Verurteilte hatte seine leibliche Tochter mit in die Ehe gebracht. Die Ehefrau & Mutter des Jungen hatte einen Analverkehr mit dem Verurteilten stehts abgelehnt. Das Landgericht ging in seiner Begründung davon aus, dass die analen Penetrationen Ersatzhandlungstaten gewesen sind. Der Verurteilte habe zwar den Verdacht gehabt, dass sein Stiefsohn seine jüngere Schwester/Tochter auf einer Toilette "gevögelt" haben könnte, aber dieser Verdacht hat sich in der Hauptverhandlung nicht bestätigt. Als seine Ehefrau auf Arbeit war nutzte der Verurteilte diese Abwesenheit, um seinen Finger in den Anus seines Stiefsohnes unter Schmerzen einzuführen. Der Junge hatte dabei eine Spiderman-Maske aufgesetzt bekommen, worin er kaum Luft bekam und auch nichts sehen konnte. Die Tat war sexuell motiviert. Nach der Tat bekam der Stiefsohn zwei Euro und Bonbons zur "Belohnung". Der Stiefvater drohte dem Jungen Schläge an, wenn er seiner Mutter davon erzählen würde(1. Tathandlung). Einige Zeit später kam es im Elternschlafzimmer zu der 2. Tathandlung. Der Stiefsohn musste sich bäuchlings aufs Bett legen und der Verurteilte führte unter zur Hilfenahme einer Creme seinen Penis in den Anus des Jungen ein. Dabei hatte der Junge das steife Glied des Verurteilten sehen können. Der Stiefvater hatte seinen Stiefsohn belogen, denn es war nicht sein Daumen, sondern sein dicker Penis, der Schmerzen verursachte. Auch diese Tathandlung war sexuell motiviert. Erneut wurde der Junge bedroht. Er befindet sich bereits in therapeutischer Behandlung. Der Verurteilte wollte seinen Stiefsohn als "Täter" an seiner Tochter darstellen, um dadurch seine eigenen Taten zu rechtfertigen. Das Gericht ist von der Aussagequalität des Jungen überzeugt. Dies hatte auch der Sachverständige Dr. Becker in seinem aussagepsychologischen Gutachten bestätigt. Der Junge könne erst etwas sagen, wenn sein Stiefvater weg ist. Der Junge war nicht in der Lage, Falschaussagen konstant aufrecht zu erhalten. Seine Aussagen entsprechen der Wahrheit und geben das Tatgeschehen im Detail wieder. Mit "Zuckerbrot und Peitsche" habe sich der Verurteilte seinen Stiefsohn gefügig gemacht. Hinzu kamen die Körperletzungen.

Zu Gunsten des Verurteilten sprachen, dass er keine Vorstrafen hat. Die 1. Tathandlung wurde zugegeben und damit liegt ein Teilgeständnis vor. Er verzichtete auf die Aussage seiner leiblichen Tochter. Er litt unter seinem Jobverlust. Bei Bekanntwerden seiner Deliktsart im Strafvollzug hat der Verurteilte erhebliche Nachteile/Angriffe zu erwarten. Seine Patchworkfamilie sei nicht mehr vorhanden. Zu Lasten des Verurteilten wurden die zusätzlichen Körperverletzungen gewertet. Die weitere Entwicklung des Jungen könnte gestört worden sein. Bei Abwägung der Für- und Gegensprechung hält das Gericht für die 1. Tathandlung eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und für die 2. Tathandlung eine Freiheitsstrafe von vier Jahren für Tat- und Schuld angemessen. Daraus ergibt sich eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Die U-Haft wird angerechnet. Im Strafvollzug wies Richter Mertgen auf die Sozialtherapie in der JVA Offenburg hin. Dort könne eine Tataufarbeitung stattfinden. Darüber hinaus drohe nach Verbüßung der Halbstrafe eine Abschiebung in den Kosovo. Richter Mertgen erläutert die Möglichkeit einer Revision innerhalb von einer Woche. Er wies daraufhin, dass in einem Revisiónverfahren sein Urteil nur auf Rechtsfehler geprüft wird. Es findet keine neue Beweisaufnahme statt. Das Gericht hatte zuvor ein weiteres Verfahren wegen Körperverletzung abgetrennt. Nach diesem Urteil fällt der Ausgang eines solchen Verfahrens nicht mehr wesentlich ins Gewicht. Deshalb könnte ein solches Verfahren nun eingestellt werden. Kurz von 11 Uhr wird die Verhandlung geschlossen.

K13online Abschlussbemerkungen

Selten wurde ein solches Gerichtsverfahren so ausführlich und im Detail dargestellt wie in diesem Fall. Dies trifft sowohl auf den gesamten Verfahrensverlauf und die umfassende Urteilsbegründung zu, wie auch die mediale Berichterstattung im Pforzheimer Kurier. Die Pforzheimer Zeitung hat sich allerdings bis zum letzten Verhandlungstag stark zurück gehalten. Beide Lokalmedien haben unsere News erhalten. Sowie auch der Verteidiger und der Sachverständige.

Bei allen öffentlichen Verhandlungsterminen fiel nicht einmal der Begriff Pädophilie. Der Verurteilte ist damit auch nach fester Überzeugung von K13online ein sogenannter Ersatzhandlungstäter bzw. ist heterosexuell veranlagt. In Studien wurde bereits seit Jahren nachgewiesen, dass über die Häfte der Sexualstraftaten gegen Kinder von Heterosexuellen begangen wird. Diese Realitäten und damit Wahrheiten sind in der Öffentlichkeit, den überwiegenen Mainstream-Medien und insbesondere bei den Kinderschutz- und Opfervereien überhaupt noch nicht angekommen. Noch immer werden Pädophile/Pädosexuelle pauschal als Täter bei sexueller Gewalt gegen Kinder angesehen. Die Mehrheit der Täter werden nicht bei den Heterosexuellen gesucht. Die Prävention vor sexueller Gewalt gegen Jungen & Mädchen beschränkt sich fast ausschließlich auf Pädophile bzw. Pädosexuelle. Auch die Präventionsnetzwerke "Kein Täter werden" beschäftigen sich nur mit dieser sexuellen Minderheit. Dabei werden heterosexuelle Täter beim Kinderschutz fast völlig außer acht gelassen.

K13online verurteilt tatsächliche sexuelle Gewalt gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern & Jugendlichen auf das Schärfste. Wir setzen uns für einen diesbezüglichen Kinderschutz ein und stehen eindeutig auf der Seite der Missbrauchsopfer. Die Verurteilung dieses Sexualstraftäters halten wir auch im Strafmaß für angemessen. Dennoch hat der Verurteilte während des Strafvollzuges ein Anrecht auf eine faire Behandlung. Er muss vor Angriffen der Mitgefangenen geschützt werden. Die JVA-Beamten müssen diesen Schutz gewährleisten. Eine Gleichbehandlung gegenüber anderen Mitgefangenen muss vorhanden sein. Auch für diesen Sexualstraftäter gelten im Knast die Menschenrechte. Das vorrangige Rechtstaatprinzip der Resozialisierung muss auch beim Verurteilten angewandt werden. Auch deshalb, weil er die Möglichkeit erhalten muss, nach seiner therapierten Entlassung zumindest seine leibliche Tochter sehen zu dürfen. Bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft muss Ihm geholfen werden...

K13online wünscht den zwei Kindern - insbesondere dem Jungen - für die Zukunft eine gewaltfreie Erziehung. Möge der Junge die Taten im Laufe der Zeit gut verarbeiten und trotzdem noch eine glückliche Kindheit erleben dürfen. Sollte dazu eine therapeutische Begleitung/Behandlung notwendig sein, dann mögen die Therapeuten darauf hinwirken, dass dieses Missbrauchsopfer bis und im Erwachsenenalter keinen Hass auf seinen Täter entwickelt. Auch eine solche Zielsetzung muss Teil einer Therapie des Jungen sein. Denn ein Hass auf den damaligen Täter kann niemals das Erlebte beseitigen oder ein Kindheitstrauma beenden. Im Gegenteil. Wenn zum Beispiel Opfervereine einen solchen Hass schüren und diesen bewußt auf den früheren Täter lenken, dann wird das Missbrauchsopfer niemals mit der erlitten Tat abschließen können. Kinderschutz- und Opfervereine, die solche Opfer aus eigennützigen Zwecken instrumentalisieren, missbrauchen das Missbrauchsopfer erneut. Hinweis: Ähnlichkeiten zu solchen Vereinen, worüber K113online seit Monaten berichtet, sind rein zufällig. Denn es gibt bei Weitem nicht nur diesen Verein, sondern solche Vereine sind in den letzten Jahren vielfach aus dem Boden geschossen. In jedem Einzelfall sollte deshalb genau die Seriosität eines solchen Vereins geprüft werden, bevor man einen solchen Verein unterstützt. Wirklich seriöse Vereine besitzen ein offizielles Qualitätssiegel des DZI: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralinstitut_f%C3%BCr_soziale_Fragen#DZI-Spenden-Siegel  

geschrieben am 03.09.2019
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Autor K13online
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